Bassa di Nara

Die lange Bergkette, die das Bleniotal von der Leventina trennt, besteht aus spitzen, unwegsamen Felsen, die nur von erfahrenen Wanderern erobert werden können. Im Herzen dieser Kette öffnet sich ein Durchgang, die Bassa di Nara, ein schöner, grasiger Sattel, der sich rittlings zwischen die beiden Täler setzt. Über diesen Pass haben auch die Biker Zugang in die faszinierende, wilde Bergwelt.

Die Etappen

Biasca - Dongio - Leontica - Pro Marsgial - Bassa di Nara - Cassin - Rossura - Lavorgo - Biasca

Datenblatt

Region: Val Leventina / Val di Blenio
Höhe: 2123 m
Höhenunterschied: 1820 m
Distanz: 56 km
Fahrzeit: 3.5 - 5.5 Stunden
Nicht fahrbar: 25 - 45 Minuten
Jahreszeit: Juni - November
Fahrtechnik: 4
Kondition: 5
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Tessin auf zwei Rädern

Dieses Tour ist ausführlich in meinem Buch beschrieben!

Beschreibung

Es ist besser, der Aufstieg auf der Bassa die Nara von der Seite des Bleniotals her in Angriff zu nehmen, die zugänglicher scheint dank einer Schotterstrecke, die bis auf knapp 3000 Meter Höhe hochklettert, während die Strassen in der Leventina sich nicht über die Baumgrenze hinaus wagen. Der Startpunkt ist Biasca. Nach dem Dorf Dongio verlässt eine Nebenstrasse die Talsohle und beginnt in Richtung der Skistation Nara anzusteigen. Nach einer langen Reihe von Kurven erreichen wir Leontica, wo der härteste Teil des Aufstiegs beginnt.

Schotterstrasse bei Pro Marsgial

Als wir in Cancorì ankommen, ist das Ziel endlich in Sicht: die Bassa di Nara, ein breites Lächeln vor den Umrissen der fernen Berge. Nach den Hütten von Pro Marsgial führt die Strasse in einer Schwindel erregenden Steigung durch den dichten Nadelwald. Nach einigen Kehren lichtet sich der Wald, die Strasse erreicht die Alp Cambra, um sich dann zwischen dichtem und sumpfigem Gras zu verlieren. Bis zum Pass fehlen noch 200 Meter Höhenunterschied, wir finden uns damit ab, sie zu Fuss zu überwinden und die Fahrräder den Hang hinauf zu schieben.

Abfahrt unterhalb Bassa di Nara

Oben angelangt, erwartet und ein grossartiges Schauspiel, das uns für die Mühsal entschädigt. Von diesem bevorzugten Balkon aus betrachtet, erscheint das Tessin wie es wirklich ist: eine Steinfläche. Die Strassen und Dörfer sind nur flüchtige Statisten, weit unten in den Tälern.
Die erste Etappe der Talfahrt in Richtung Leventina ist die Alpe Nara in einer windgeschützten Mulde. Die Weiden sind getüpfelt mit Felsblöcken jeder Grösse und der Weg durchquert die Reste eines Erdrutsches.

Abfahrt unterhalb Cassin

Nach den Alphütten biegen wir rechts ab und dringen in ein schönes Tal ein, das von Lärchen und Tannen beherrscht wird. An der nächsten Abzweigung wenden wir uns nach links: Der Weg wird nun sichtlich besser: Bald flitzen wir auf einem breiten Band zwischen den Bäumen hindurch und nehmen eine ganze Reihe begeisternder Kurven.
Auf den Wiesen von Cassin erwartet uns der Asphalt, doch wenig weiter unten stossen wir auf einen andern Weg. Wir folgen den weiss-roten Markierungen, vorbei an den Almhütten von Monte, die an einem steilen Hang kauern, dann überwinden wir andere Weiden und Wälder, um schliesslich Rossura zu erreichen. Während der Abfahrt überqueren wir öfters die Asphaltstrasse, doch es genügt, auf die andere Seite zu gelangen, um die Fortsetzung des Weges zu finden.

Im Wald unterhalb Rossura

Weiter unten lassen wir uns von den Wegweisern nach Fusnengo leiten. Wir schlagen eine Schotterstrasse ein, rund um die prachtvolle Kirche San Lorenzo, dann befinden wir uns auf einer schönen Felsplatte: Wenn beim Radfahren die alpinistischen Wertungen gelten würden, wäre sie als fünfter Grad eingestuft. Endlich verläuft der Maultierpfad ruhiger, eine letzte Gerade bringt uns nach Chiggiogna. Dort nehmen wir die Asphalstrasse, die züruck nach Biasca führt.

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