Passo del Sole

Der verwirrende Bergrücken, der den Lukmanier vom Val Piora trennt, ist eine steinige Welt. Auf den ersten Blick scheint es, als ob die Felsbrocken in Eile aufgeschichtet worden und dann übereinander gepurzelt seien, um sich schliesslich im Grün der Wiesen zu verlieren. Schaut man genauer hin, sind verwickelte Mosaike, Skulpturen, feine Arabesken zu entdecken, die sich ausbreiten soweit das Auge reicht, um schliesslich ein kolossales Kunstwerk zu formen: die Alpen.

Die Etappen

Alpe Casaccia - Lucomagno - Passo dell'Uomo - Cadagno - Alpe Carorescio - Passo del Sole - Lareccio - Alpe Casaccia

Datenblatt

Region: Val di Blenio
Höhe: 2376 m
Höhenunterschied: 968 m
Distanz: 24 km
Fahrzeit: 3 - 5.5 Stunden
Nicht fahrbar: 0 - 10 Minuten
Jahreszeit: July - Oktober
Fahrtechnik: 4
Kondition: 4
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Fototagebuch dieser Tour

Passo del Sole

Datum: 31 July 2005

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Tessin auf zwei Rädern

Dieses Tour ist ausführlich in meinem Buch beschrieben!

Beschreibung

Wir starten in Casaccia und folgen der Asphaltstrasse in Richtung Passhöhe. Nach wenigen Kilometern haben wir das Hospiz schon erreicht. Auf der linken Seite breitet sich der Lago di Santa Maria aus. Eine Schotterstrasse folgt seinen zerklüfteten Formen bis zum Eingang des Val Termine. Hier wird unsere Fahrt plötzlich von der Steigung verlangsamt, die bis zur Grenze der Fahrbarkeit zunimmt. Nach einem Kilometer sehr starker Steigung wird der Maultierpfad endlich wieder sanfter und das Tal öffnet sich zu neuen Weiden. Der Passo dell'Uomo, das erste Tagesziel, zeigt sich ferne am Horizont.

Passo dell'Uomo

Auf der andern Seite biegt die Strasse plötzlich nach links ab und klettert hoch zu den Felsnadeln, die das Tal umzingeln. Ein Wegweiser gibt jedoch einen schmalen Weg an, der sich nach rechts senkt. Wir folgen diesen Pfad. Nach einem gewundenen Beginn fordert der Single Track den Rand eines breiten Abhangs heraus, um sich dann dem Talgrund anzupassen, als dieser etwas freundlicher wird.

Passo dell'Uomo

Wenig über dem Lago Cadagno stossen wir wieder auf die Schotterstrasse, folgen wir aber nur ein kurzes Stück. Nach einigen hundert Metern nehmen wir einen Maultierpfad, der die Alpe di Piora quert und zum See hinunter führt. Er bringt uns bis zu den schönen Häusern von Cadagno, die sich im sanften Wasser des Sees spiegeln.

Passo dell'Uomo

In Cadagno biginnen wir den Aufstieg, diesmal auf der Schotterstrasse. Bis zur Alpe Carorescio ist die Steigung stark, aber regelmässig. Doch dann stossen wir auf einen Maultierpfad, der steil durch die Weiden hochklettert. Schliesslich gelangen wir an eine Abzweigung, die eine schöne, ebene Mulde überragt. Es ist die letzte Atempause, die uns das Tal gewährt. Wir nehmen einen schönen Weg nach rechts: Noch ein Steilhang, dann sind wir auf dem Passo del Sole.

Passo del Sole

An der anderen Seite zahlreiche Felsblöcke bedecken die Hänge und erschweren die Abfahrt. Als wir der Schlucht entronnen sind, sind wir auf festerem Boden und folgen einer ins Gelände eingegrabenen leichten Spur. Das einzige Problem ist der Abstand zwischen den Furchen, der oft nicht ausreicht für die Breite der Pedale: Die Folge sind ein paar unerwartete Stürze, die uns lehren, rasch Massnahmen zu treffen. Nach einigen etwas ausgesetzten Passagen gelangen wir in die Nähe der abgelegenen Hütte von Lareccio. Hier finden wir eine Schotterstrasse, die uns zurück nach Casaccia führt.

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